Kabinett: Leicht und lecker

Kabinett-Weine erleben dadurch ein echtes Comeback. Besonders die Kombination aus weniger Alkohol und einer angenehmen Fruchtsüße kommt gut an.

Der Wunsch nach bewusstem Genuss

​Die Nachfrage nach Weinen im sogenannten Kabi-Stil wächst im In- und Ausland spürbar. Fachleute sehen darin eine Reaktion auf veränderte Konsumgewohnheiten. Ein globales Bewusstsein für leichtere Ernährung prägt den Markt. Weinliebhaber suchen vermehrt nach Produkten, die Finesse bieten, aber den Körper nicht belasten. Kabinett-Weine passen ideal in dieses Profil. Sie gelten als frisch, feinfruchtig und unkompliziert.

Was zeichnet Kabinett-Weine aus?

​Kabinett ist eine gesetzlich geschützte Stufe der deutschen Prädikatsweine. Es handelt sich dabei um die erste und leichteste Stufe innerhalb dieses Systems. Ein Verordnungsmerkmal ist das Mindestmostgewicht der Trauben. Zudem darf der Most vor der Gärung nicht künstlich gezuckert werden. Typisch ist ein Alkoholgehalt von oft nur rund zehn Volumenprozent oder sogar weniger. Das Ergebnis ist ein animierendes Geschmacksprofil mit lebendiger Frische.

Jüngere Zielgruppen und internationaler Erfolg

​Besonders bei jüngeren, qualitätsbewussten Generationen punktet der leichte Stil. Auch die Gastronomie setzt verstärkt auf diese Weine, da sie hervorragende Speisebegleiter sind. Der Boom zeigt sich ebenfalls im internationalen Geschäft. Beispielsweise bevorzugen vermehrt jüngere Frauen in China diese feinfruchtige Richtung. Die Zahlen bestätigen die Entwicklung. Der Produktionsanteil von Kabinett-Weinen stieg in den vergangenen zehn Jahren in Rheinland-Pfalz von 5,3 auf 9,2 Prozent.

Riesling führt das Feld an

​Die Rebsorte Riesling ist der absolute Spitzenreiter bei den Kabinett-Weinen. Ihre natürliche Säure harmoniert perfekt mit der Restsüße. Doch auch andere fruchtbetonte Sorten gewinnen an Bedeutung. Scheurebe oder leichte Rosés aus Spätburgunder werden im Kabinett-Stil immer häufiger nachgefragt. Verbraucher schätzen den unbeschwerten Genuss, ohne auf vollen Geschmack verzichten zu müssen.

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