Dieses Handwerk setzt auf Frische, Geduld und kompromisslose Rohstoffauswahl.
Ernte bei Regen: Holunderblüten richtig pflücken
Die Ernte von Holunderblüten erfordert perfektes Timing. Im Allgäu geht es dafür am besten im strömenden Regen auf die Wiese. Das hat einen handfesten Grund: Der Regen wäscht Blütenpollen ab.
Feiner Pollenstaub löst oft Allergien aus und bringt bittere Schärfe ins Glas. Durch den Regen bleiben saubere, frisch aufgeblühte Dolden zurück. So landet nur der reine Blütengeschmack im Ansatz.
Handarbeit in der Küche: Bitterstoffe konsequent entfernen
Vergärung verzeiht keine Fehler. Nach der Ernte folgt aufwendige Zupfarbeit. Jedes grüne Stängelchen muss weg.
Grüne Pflanzenteile enthalten harsche Bitterstoffe. Sie ruinieren das feine Aroma komplett. Nur saubere Blütenwandlung garantiert einen weichen, harmonischen Geschmack im Abgang.
Rechtliche Paragrafen: Warum Wein hier nicht Wein heißen darf
Das deutsche Baurecht und die Weinverordnung greifen streng durch. Die Bezeichnung „Wein“ gilt ausschließlich für vergorene Weintrauben.
Getränke aus Blüten, Beeren oder Nadelbäumen brauchen deshalb kreative Fantasienamen auf dem Etikett. Geschmacklich macht das keinen Unterschied: Im Glas zählt einzig die Qualität des fertigen Handwerksprodukts.