Man kann dort fantastisch essen; die lokale Gastronomie zelebriert das Terroir auf jedem Teller. Bei der ProWein in Düsseldorf präsentiert Rémy Martin Marken-Botschafter Thomas Zilm die Vorzüge der Marke in der Gastronomie.
Das Geheimnis der AOC: Kalkstein und Terroir
Das Herzstück der klassischen AOC-Klassifizierung ist der Boden. Wir sprechen von schneeweißem Kalkstein. Die prestigeträchtigste Lage nennt sich Grande Champagne (gefolgt von der Petite Champagne), was bei Laien oft für Verwirrung sorgt: Mit sprudelndem Champagner hat das nichts zu tun.
Der Kalkstein ist der heimliche Held der Region. Er fungiert als perfekter Wasserspeicher, der die Reben hydriert hält und eine messerscharfe Säurestruktur im Wein produziert. Diese Säure ist essenziell, denn nur so entsteht ein erstklassiges Eau de vie. Das Konzept Terroir vereint hier Klima, Wetter, Boden und die Handwerkskunst der Menschen vor Ort.
Von der Ugni Blanc zum offenen Feuer
Obwohl jeder an braune Spirituosen denkt, ist die Region Cognac im Kern eine Weißwein-Region. Die Hauptrolle spielt die Rebsorte Ugni Blanc. Pur als Wein eher unspektakulär, ist sie für die Destillation perfekt.
Die Logistik ist ein Wettlauf gegen die Zeit: Zwischen Ernte und Verarbeitung dürfen maximal 45 Minuten liegen. Der Wein startet mit leichten 8–9 % Vol., bevor er seine Verwandlung durch die Destillation auf offenem Feuer antritt. Jede einzelne Beere, jeder Tropfen Wein muss zwingend aus der Region kommen.
Tasting: Das Erbe von Rémy Martin (seit 1724)
Das Haus Rémy Martin ist eine Institution. Wir haben drei Ikonen im direkten Vergleich verkostet:
Rémy Martin VSOP (4 Jahre gereift): Unheimlich viel Frucht, getrocknete Nuancen und gelbe Fruchtnoten. Ein klassischer Mixing-Drink, perfekt für einen Horse’s Neck oder einen Fish House Punch.
Rémy Martin 1738 Accord Royal (ca. 63 €): Würziger, dunkler und süßer bei 40 % Alkohol. Ganz ehrlich? Er schmeckt im Vergleich am besten. Die ideale Basis für einen Side Car oder einen French Sazerac.
Rémy Martin XO (mind. 10 Jahre alt, ca. 179 €): Anfangs fast schüchtern, entfaltet er dann eine unglaubliche Opulenz. Er ist so komplex in seinem Geschmacksbild, dass man ihn ruhig vermixen darf – zum Beispiel als luxuriöse Basis für einen Old Fashioned.
Profi-Tipp: Glas-Etikette
Ein Fehler, den fast jeder macht: Das Glas rütteln wie bei einem schweren Rotwein. Bitte nicht! Bei 40 % Alkoholgehalt wirbelt Schwenken nur die scharfen Alkoholdämpfe auf und betäubt die Nase. Lassen Sie das Destillat ruhen, damit sich das komplexe Bild sanft entfalten kann.
