Die Veranstaltung unterstrich eindrucksvoll, warum Bergweine mit ihrer charakteristischen Frische und präzisen Mineralität aktuell zu den spannendsten Entdeckungen für Gastronomie und Fachhandel gehören.
Ein zentrales Thema der diesjährigen Verkostung war die Zukunft des Weinbaus. Thomas Niedermayr (Hof Gandberg) beeindruckte am Tisch 21 mit seinen charakterstarken Bio-Weinen aus pilzwiderstandsfähigen Rebsorten (PIWIs), die völlig neue Geschmackshorizonte eröffneten. Parallel dazu setzte die Sektion für alkoholfreie Spezialitäten, wie die Steinbock ZERO-Linie von Dr. Fischer, neue Maßstäbe für alkoholfreien Genuss auf höchstem Niveau.
Hier ein Auszug der präsentierten Spitzenweine, die die Vielfalt der alpinen Lagen widerspiegelten:
Weingut Haderburg (Unterland):
2016 Hausmannhof Riserva Brut (Südtiroler Sekt)
2024 Pfatten BIO (Grauburgunder)
2023 Vigna Hausmannhof BIO (Blauburgunder)
2021 Erah BIO (Merlot, Cabernet)
Weingut Kornell (Etschtal):
2022 Oberberg (Sauvignon Blanc)
2023 Zeder (Merlot, Cabernet, Lagrein)
2025 Eich (Weißburgunder) & 2024 Greif (Lagrein)
2023 Merlot Riserva Staffes
Weingut Baron Longo (Unterland):
2025 Urgestein BIO (Sauvignon)
2021 Liebenstein BIO (Chardonnay)
2020 Wellenburg BIO (Cabernet Sauvignon/Franc)
Weingut Gump Hof (Eisacktal):
Praesulis-Linie (Weißburgunder, Sauvignon Blanc, Blauburgunder)
2022 Sauvignon Blanc Renaissance
Ansitz Waldgries (Bozen):
2024 St. Magdalener Antheos
2022 Roblinus (Lagrein) & 2022 Mirell (Lagrein)
Weingut Manincor (Überetsch):
Thomas Niedermayr – Hof Gandberg (Überetsch):
2019 S.ALT BIO (Solaris Alte Reben)
2020 Sonnrain BIO (Solaris, Muscaris)
2019 Bronner BIO
Meisterwerke der Kellerkunst: Sekt und Brände
Neben den Stillweinen glänzte die Sektkellerei Arunda mit ihrem auf 1.200 Metern produzierten Extra Brut Blanc de Blancs. Liebhaber edler Destillate fanden bei der Brennerei Schwarz exklusive Spezialitäten wie Gewürztraminer Grappa oder den markanten Quitten Brand.
Die Handschrift der Höhenlagen: Fokus auf Pfitscher
Im Dialog mit den Besuchern verdeutlichte das Weingut Pfitscher aus Südtirol, was Bergweinbau in der Praxis bedeutet. Mit seinen Lagen oberhalb von 500 Metern zeigt Stefan Pfitscher, wie wichtig die nächtliche Abkühlung für die lebendige Säurestruktur seiner Weißweine ist. Die mineralische Präzision dieser Weine bot am 21. März eine hervorragende Grundlage, um über die Auswirkungen der Exposition und die spezifischen Bodenprofile des Überetsch zu diskutieren.
Austausch und Ausblick in München
Die Veranstaltung bot neben der sensorischen Erfahrung eine wertvolle Plattform für das Networking. In der Fachdiskussion kristallisierte sich heraus, dass der „heroische Weinbau“ – die Bewirtschaftung von Lagen, die kaum maschinell zugänglich sind – die Wertschätzung für das Endprodukt massiv steigert. Der Tag in München war somit nicht nur eine Verkostung, sondern ein Plädoyer für handwerkliche Authentizität und die Einzigartigkeit alpiner Weine.




