DER FRÖHLICHE WEINBERG: ERFOLG FÜR MOSEL-WEINE

Einen überwältigenden Erfolg für trockene Rieslingweine aus dem Anbaugebiet Mosel gab es bei der Präsentation des neuen „Vinum WeinGuide“ in Mainz: Der mit 97 von 100 Punkten am höchsten bewertete Wein des gesamten Weinführers ist ein trockener Steillagenriesling von der Saar.

Die Autoren des erstmals herausgegebenen Vinum WeinGuide, die fast 12.000 Weine aus allen deutschen Anbaugebieten verkostet hatten, überreichten die Auszeichnung an Roman Niewodniczanski vom Weingut Van Volxem aus Wiltingen für den 2016er Scharzhofberger Pergentsknopp Großes Gewächs. Damit gehen binnen einer Woche zwei der wichtigsten Weinbewertungen in Deutschland an trockene Weißweine aus dem Weinanbaugebiet Mosel, denn auch im renommierten Riesling-Cup des Magazins „Der Feinschmecker“ kommen die Sieger aus der Region. Den Riesling-Cup nahmen in München Franz-Josef Eifel aus Trittenheim und Amalie von Schubert von der Ruwer entgegen, der dritte Platz ging an Maximilian von Kunow aus Oberemmel. Zudem finden sich sieben weitere Weine von Mosel, Saar und Ruwer unter den 15 besten Weinen des Riesling-Cup, in dem ausschließlich trockene Weine aus deutschen Weinanbaugebieten bewertet werden.
Diese Bewertungen anerkannter Weinfachleute von zwei der wichtigsten Genießer-Medien Deutschlands belegen erneut eindrucksvoll, dass die Winzer aus dem Anbaugebiet Mosel zu den Erzeugern der besten trockenen Rieslingweine Deutschlands gehören. Die Eleganz und mineralische Struktur der trockenen Steillagenrieslinge wird auch von der Redaktion des Vinum WeinGuide gewürdigt, die bis vergangenes Jahr den Gault Millau WeinGuide verantwortet hatte: „Es ist ein außergewöhnlicher Riesling, der die Feinheit, das Spielerische und Tänzelnde eines fruchtsüßen Kabinetts auf trockene Art bietet“, lautet das Urteil der Autoren zum Scharzhofberger Pergentsknopp von Van Volxem.
Roman Niewodniczanski sieht in dieser Bewertung ein Zeichen, dass die Mosel in Zukunft im Bereich trockener Rieslinge eine bedeutende Rolle spielen wird. „Man muss den ersten Platz eine Sensation nennen. Erstmals ist ein trockener Riesling mit 97 Punkten der höchstbewertete Wein des gesamten Jahrgangs… Es ist zugleich der erste von Mosel oder Saar, der sich an die Spitze der besten deutschen trockenen Rieslinge setzen konnte.“ Das Weinjahr 2016 hat damit das Zeug, in die Geschichte einzugehen. Denn in der Vergangenheit waren es immer edelsüße Weine, die die höchsten Noten erhielten, und die besten trockenen Weine kamen aus südlicheren Anbaugebieten. 
Für die Tester des Vinum WeinGuide 2018 kommt nicht nur der beste Wein Deutschlands von der Saar. In mehreren weiteren Kategorien vergaben die Autoren Höchstnoten an Weingüter vom Nebenfluss der Mosel. So dürfen sich Roman Niewodniczanski und sein Betriebsleiter Dominik Völk vom Weingut Van Volxem auch über den Siegerwein in der Kategorie Riesling Kabinett freuen, ein 2016er aus dem Ockfener Bockstein. Die „Riesling Spätlese feinherb des Jahres“ kommt für die Vinum-Juroren von Erich und Johannes Weber vom Hofgut Falkenstein in Niedermennig, der Betrieb stellt auch den zweitbesten Kabinett. Die beste fruchtsüße Riesling Spätlese ist der 2016er Saarfeilser vom Weingut Peter Lauer in Ayl. Acht der zehn besten Weine in dieser Kategorie kommen aus dem Anbaugebiet Mosel.
Und auch die Neuentdeckung des Jahres machten die Autoren des Vinum WeinGuide an der Saar: Die Brüder Michael und Stephan Weber aus Wiltingen überzeugten mit ihrer kleinen, aber feinen Kollektion. Kein Wunder, dass Chefredakteur Joel Payne der bei der Vorstellung des Vinum Weinguide von „Saarweinfestspielen“ sprach. Immerhin vier Saarweingüter haben bei einem prozentualen Flächenanteil von weniger als ein Prozent der deutschen Rebfläche in fünf Wettbewerbsklassen gewonnen. Das Foto zeigt die erfolgreichen Saarwinzer bei der Preisverleihung.
Im Riesling-Cup 2017 des Feinschmeckers wurden folgende Weine von Mosel, Saar und Ruwer ausgezeichnet: 1. Platz: 2016 Trittenheimer Apotheke Alte Reben Riesling trocken, Weingut Franz-Josef Eifel in Trittenheim;
1. Platz: 2016 Abtsberg Riesling Großes Gewächs, Weingut von Schubert, Maximin Grünhaus/Ruwer;
3. Platz: 2016 Saar Riesling trocken, Weingut von Hövel in Oberemmel/Saar;
4. Platz: 2016 Blauschiefer Riesling trocken, Weingut Dr. Loosen in Bernkastel;
7. Platz: 2016 Alte Reben Riesling Spätlese trocke, Weingut Karthäuserhof in Eitelsbach/Ruwer);
7. Platz: 2016 Schloss Saarsteiner Riesling Großes Gewächs, Weingut Schloss Saarstein in Serrig/Saar;
11. Platz: 2016 Maximin Herrenberg Erste Lage Riesling trocken, Weingut Carl Loewen in Leiwen;
15. Platz:  2016 Kaseler Nies’chen „Auf den Mauern“ Riesling GG, Weingut Erben von Beulwitz in Mertesdorf/Ruwer.
Foto: Armin Faber – Text: Moselwein e.V.

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